Wichtiges Treffen | 13.08.20

Liebe Anwohner*innen und Mitstreiter*innen,

hier eine kurzes Update aus den Reihen unserer Initiative: die Bauplanung für das RAW-Gelände biegt auf die Zielgeraden ein.
Am Mittwoch kommender Woche werden die finalen Entwürfe und Verträge in der Stadtverordnetenversammlung verhandelt.

Was bisher geschah…

PResse

Die Presse hat inzwischen ebenfallls darüber berichtet ( MAZ+ | PNN | Stadt für alle ) und stellt ebenfalls ein paar Mängel klar.

Beschlussvorlage

Die Dokumente zur Beschlussvorlage liegen nun im Ratsinformationssystem vor. Unter dem Link sind alle Unterlagen zum Bauvorhaben zu finden, inklusive der Abwägungen aller bisherigen Einwände und des Entwurfs des Durchführungsvertrags.

Viel Lesestoff, aber wichtig, denn daran entscheidet sich die Zukunft des RAWs und damit auch der Nachbarschaft.

Vorlage – 20/SVV/0801 – Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 36 „Neue Halle / östliches RAW-Gelände“ – Zwischenabwägung, Zustimmung zu den Entwürfen des Vorhaben- und Erschließungsplans und vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie Zustimmung zum Durchführungsvertrag und Auslegung

Ratsinformationssystem Stadt Potsdam

Wir ziehen Konsequenzen…

Die ersten Reaktionen in der Initiative zeigen, dass wir unbedingt noch einmal aktiv werden müssen, um bis zum kommenden Mittwoch (Stadtverordnetenversammlung) die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und insbesondere der Stadtverordneten auf die Schwachstellen zu lenken (nur einige wenige Punkte, die nach einem ersten Sichten herausstechen):

  • So wird die bislang schwache Entwicklung in Sachen sozialer Erhaltungssatzung einfach hingenommen und trotz dessen der Ruf nach einer vorzeitigen Baugenehmigung erneuert.
    Ein klar unhaltbarer Zustand, und genau die Situation, vor der wir von Anfang gewarnt hatten.
  • Die Abwägung zu einigen Einwänden ist überaus kurz geraten und so gut wie immer zu Gunsten des Bauprojekts ausgefallen
  • Der Durchführungsvertrag definiert viel Prozedere, aber kaum Details zum tatsächlichen Bau und dessen Nutzung.
    Auch dies ein Fall, vor dem wir frühzeitig gewarnt hatten, da man sich so vollends auf die Aussagen des Investors verlässt und auf eine rechtliche Handhabe zur Durchsetzung verzichtet.

Wir wollen uns daher (coronakonform) treffen, um uns zu den Unterlagen auszutauschen und weitere Schritte zu planen.
Treffpunkt ist aufgrund der Hitze der halbwegs kühle und schattige Hinterhof in der Schlaatzstr. 19.

! Wir freuen uns auf rege Beteiligung !

Bauverwaltung zum aktuellen Stand | 21.07.20

Am 21.07.2020 sind wir, Anwohner*innen Initiative Teltower Vorstadt, dem Angebot der Bauverwaltung Potsdam nachgekommen und haben uns über den aktuellen Planungsstand zum Bauvorhaben am RAW-Gelände informieren lassen.

Stand Bauvorhaben

es wird interessant…

Im Großen und Ganzen wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass die bis heute vorgebrachten Einwände und Belange aller Büger*innen und anderen Beteiligten abgewogen worden sind. Diese wurden in einem Abwägungsentwurf zusammengestellt und sollen nun der Stadtverordnetenversammlung (SVV) zur Abstimmung vorgelegt werden.

Sinn der Abwägungen ist es alle Belange aufzugreifen und gegeneinander abzuwägen, welche Punkt im Rahmen des Projektes mehr Gewichtung erhalten sollen. Dabei muss in der Beschreibung klar ersichtlich werden warum wie abgewogen wurde.

hot facts: Abwägungen

  • Vollständigkeit (alle Belange müssen enthalten sein)
  • Nachvollziehbarkeit / Transparenz (Begründung muss verständlich sein)
  • Ganzheitlichkeit (Vermeidung von defizitären Abwägungen)
  • ausgewogene Gewichtung

Die wichtigsten Dokumente hierbei sind in aller Regel die „Abwägungstabelle/n„, hier sollten alle Belange abgebildet sein. Weiterhin wichtig ist die dazugehörige „Begründung zur Konfliktbewältigung„, hier sollte plausibel und nachvollziehbar beschrieben sein, wie verschiedene Gewichtungen und Entscheidungen getroffen wurden und warum.

möglicher Verlauf

Uns wurden mögliche Verläufe des weiteren Geschehens beschrieben, wobei folgender am wahrscheinlichsten zu sein scheint (sinngemäße Erfahrungswerte der Verwaltung):

  • bei der nächsten SVV wir der Abwägungsentwurf in Form einer Beschlussvorlage eingebracht, bei der abgestimmt wird, ob die Abwägungen nach Vorschlag der Bauverwaltung, so angenommen werden oder nicht
  • wahrscheinlich ist, dass diese zur Überarbeitung in einen der Ausschüsse gegeben werden (höchstwahrscheinlich den Bauauschhuss)
  • dieser und ggf. andere Ausschüsse spielen nach umfassender Beratung eine überarbeitete Version zurück an die SVV
  • das geht weiter, bis diese einen Abwägungsentwurf final annimmt und…
    • …ebenfalls den Entwurf zum vorhabenbezogenen Erschließungsplan mit Begründung akzeptiert
    • …den Durchführungsvertrag annimmt
    • …und formell beschließt alle erforderlichen Dokumente zur öffentlichen Beteiligung auszulegen

Dabei gilt, dass die SVV Entscheidungshoheit genießt und durchaus Abwägungsentscheidungen nach ihrem Ermessen abändern lassen kann, wenn dies plausibel und nachvollziehbar begründet wird und in Summe die Ausgeglichenheit der Gewichtungen nicht beeinflusst.

Szenarien 1+2

Variante 1: Angenommen die SVV beschließt nach einfachem Durchlauf durch die Ausschüsse am 16.09. die Annahme es Abwägungsentwurfes, dann werden die Ergebnisse vier Wochen öffentlich ausgelegt – auch hier können sich Bürger*innen engagieren und äußern -, sodass theoretisch ab Dezember gebaut werden könnte.

Variante 2: Sollte die SVV bis 16.09. keinem der Abwägungsentwürfe zustimmen, oder die Ausschüsse zu keinem neuen Entwurf gekommen sein, so kann eine Auslegung erst wieder im Dezember stattfinden, da die SVV im Oktober nicht tagt. Somit verschiebt sich ein potentieller Baustart in den Januar 2021 und gegebenenfalls darüber hinaus.

derzeitige Arbeiten auf dem Gelände

Bauantrag 1 Sanierungsmaßnahmen (genehmigt Frühjahr 2020): beinhaltet bestandssichernde, sanierungstechnische Maßnahmen, die nicht im Bezug zum eigentlichen Bauvorhaben stehen (marode Dächer tauschen, Fenster neu einsetzen, Boden tauschen, …)

Bauantrag 2 Neubau (ausstehend): hier geht es um die eigentliche Bebauung des Geländes mit Neubau, Infrastruktur, …

Stand soziale Erhaltungssatzung

Die Prüfung der rechtlichen Grundlagen erfolgt unabhängig vom Bauvorhaben auf dem RAW-Gelände und ist an viele Faktoren gebunden, wodurch eine rechtlich korrekte Definition und Implementation schwierig ist.

Derzeit laufen die Analyse zu den Faktoren, sowie Prüfungen dieser – ein Update zu diesem Thema erwarten wir in unserem Treffen mit Frau Brigitte Meier als neue Sozial-Beigeordnete im August.

Thema Klimanotstand

Auch hier haben wir kurz nachgefragt, was es denn nun mit dem „Klimanotstand“ in Potsdam auf sich hat und wie sich dieser hier auswirken könnte. Die Antworten hierzu waren jedoch eher ernüchternd.

die SVV hat den Auftrag an den Oberbürgermeister (bzw. die Verwaltung) gegeben, alle eingehenden Bauvorhaben anhand von derzeit noch nicht definierten Kriterien im Bezug auf das Klima zu prüfen.

Mitarbeiter*in Bauverwaltung ( sinngemäß )

Die rechtliche Situation des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und dessen Abwägungen lässt eine solche, von vornherein stärkere Gewichtung der Klimafaktoren jedoch nicht zu, da eine ausgewogene Gewichtung mit nachvollziehbarer Begründung die Basis dieser darstellt. Das Ergebnis könnte am Ende sicherlich auf das gleiche hinauslaufen, jedoch darf nicht von Vornherein festgeschrieben sein, welche Faktoren „wichtiger“ sind.

Somit erscheint uns der Ausruf des Klimanotstandes im Bezug auf das Bauvorhaben am RAW-Gelände eher als schönes „Aushängeschild“ für die Stadt, welches jedoch ohne weitere, rechtliche Konsequenzen in der Politik nach sich zu ziehen im Sand zu verlaufen scheint.

Herr Nauheimer im Gespräch | 23.06.20

Wir und weitere Interessierte haben uns mit dem Geschäftsführer der The RAW Potsdam GmbH, Mirco Nauheimer, im Gartenlokal „Am Übergang“ zu einer Gesprächsrunde zusammengefunden um den aktuellen, nach Herrn Nauheimer finalen Planungsstand des Projektes zu erfragen und in den aktiven Austausch zu gehen.

Themenschwerpunkte

  • zur Zeit geplantes Nutzungskonzept
  • Mietinteressenten
  • Anzahl geplanter Mitarbeiter
  • Anzahl geplanter Park-/Stellplätze für Auto bzw. Fahrräder
  • Inhalt und Gestaltung des Durchführungsvertrages
  • gestalterischer Entwurf
  • aktueller Stand des Bauvorhabens

darüber hinaus…

…nutzten die Gesprächsteilnehmer die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zu stellen und ihre Zweifel angesichts der Größe des Bauprojekts und deren Sicherheiten für die Zukunft Potsdams offen zu äußern. Sie kritisierten unter anderem das fehlende Verkehrskonzept und thematisierten ihre nach wie vor bestehende Sorge hinsichtlich der sozialen Verdrängungseffekte für das Wohnviertel der Teltower Vorstadt.

soziale erhaltungssatzung

Besonders ausführlich wurde deshalb über das Thema der Ausarbeitung einer sozialen Erhaltungssatzung diskutiert. Herr Nauheimer hat sich diesbezüglich nicht grundsätzlich gegen eine solche ausgesprochen, hält jedoch andere Instrumente für geeigneter und sieht sich letztlich als Investor auch nicht in der Verantwortung hierfür.

resumée und weitere Schritte

Während des Gesprächs hat sich unser Eindruck noch einmal verstärkt, dass die Mühlen in der Stadtverwaltung eher langsam mahlen. Deshalb werden wir diese kontaktieren um auch hier nochmals in den aktiven Austausch zu gehen (siehe auch Beitrag „Oberbürgermeister Sprechstunde„).
Weiterhin haben wir vor auch noch einmal auf Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung (SVV) zugehen, welchen der  Durchführungsvertrag in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt werden soll.

Eine große Neuigkeit war die Auskunft Herrn Nauheimers, dass die Abwägungen der zahlreichen individuellen Einwände der Anwohnerschaft und auch der Anwohner*innen Initiative Teltower Vorstadt (AITV) zum Bauvorhaben seitens der Stadtverwaltung bereits abgeschlossen seien. Die Stadtverwaltung hat es demnach bis heute versäumt, die Beteiligten darüber in Kenntnis zu setzen.

Daher der Appell an euch alle: Bitte hakt diesbezüglich kritisch bei der Stadt nach!


UPDATE: hierzu haben wir am 25.06.2020 von Herrn Brinkkötter ein Update erhalten mit einem Terminvorschlag für weitere Erläuterungen (max. 5 Personen, 21.07., 16:30 Uhr)

E-Mail an die AITV

Das Treffen hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, kontinuierlich im Gespräch zu bleiben.
Wir danken Herrn Nauheimer für seine Bereitschaft des Treffens zum gegenseitigen Austausch.

Immer wieder sonntags | 15.06.20

„Balkonmusik“ im Kiez

Das hat die Zeit in den letzten Wochen definitiv um schöne Momente bereichert: jeden Sonntag erklang auf den Balkonen in der Schlaatzstraße Live-Musik. Diese sonntägliche Balkonmusik hat sich im Kiez herumgesprochen wir können sicher alle den Musikerinnen und Musikern sehr dankbar sein für Ihre Einsätze!

Letztes Konzert am 21.06.2020

Wie am letzten Sonntag angekündigt wird sich das Balkonmusik-Ensemble in den Sommer verabschieden. Und dazu wird es am Sonntag, den 21.6. wieder ein Konzert geben. Start ist schon um 16:30 Uhr.

Wir lassen uns dieses Konzert nicht entgehen und werden mit einer mitgebrachten Tasse Kaffee und mitgebrachtem Kuchen vom Gehweg aus das Finale genießen. Vielleicht treffen wir ja den/die ein oder andere/n Anwohner*in aus dem Kiez.

Für uns selbstverständlich: Hygieneregeln

Natürlich halten wir uns gleichzeitig an die nach wie vor geltenden Corona-Hygienemaßnahmen:

  • mind. 1,5 m Abstand zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen
  • Nies- und Hustetikette (in ein Taschentuch oder die Armbeuge)
  • Fuß-/Ellbogen-Begrüßung statt Umarmung

Wir sind wieder da | 26.05.20

Bauarbeiten gehen weiter – so auch wir

Das Coronavirus hat zwar zweitweise einige Teile der städtischen Infrastruktur vor große Herausfoderungen gestellt, aber das Bauvorhaben am RAW-Gelände wurde weiter vorangetrieben. Anders sieht es scheinbar mit der Erhaltungssatzung für Potsdam aus.

Das und die Tatsache, dass es bereits wieder einige Lockerungen in den Corona-Restriktionen gibt haben uns dazu veranlasst und im Zuge der aktuellen Berichterstattung wieder zu treffen – unter freiem Himmel, mit mindestens 1,5 m Abstand und natürlich im freiLand.


Aktuelle Berichterstattung

Vor einiger Zeit gab es wieder neue Artikel zum Thema „Streit um den Baustart am RAW“ ( PNN ) und „Milieuschutzsatzung“ ( MAZ+ , PNN 1, PNN2) , welche uns erstmals Anlass gegeben haben zu überlegen, wie wir weiter vorgehen können.

In den wenigen Monaten ohne physisches Treffen sind wir aber nicht untätig gewesen, sondern haben uns digital ausgetauscht. Sodass das heutige Treffen recht kurz ausgefallen ist, wenngleich hoch produktiv und voll Tatendrang.

Aktuelles Stadtgeschehen

Auf unsere Briefe an die Franktionen „Grüne“, „Andere“ und „SPD“ scheint der Diskurs wieder aufgenommen worden zu sein, sodass am Ende die „Linke“ einen Aufstellungsbeschluss für die Milieuschutzsatzung gefordert hat.

Dadurch kann umgangssprachlich gesagt, verhindert werden, dass einfach so drauf losgebaut werden kann, bevor nicht ein endgültiger Beschluss zur Milieuschutzsatzung vorliegt.


Ergebnisse des Treffens

  • wir nehmen die Oberbürgermeister-Sprechstunde in Angriff
  • wir wagen einen zweiten Anlauf zu einem Treffen mit Frau Meier (Sozial-Beigeordnete), das damals coronabedingt angesagt werden musste
  • wir wagen einen neuen Terminfindungsanlauf mit Herrn Nauheimer (RAW Potsdam GmbH | Stand 27.05.2020: immer wieder aufploppendes Logo + „Coming soon“, sonst kein Inhalt), ebenfalls wegen Corona abgesagt gewesen
  • wir wollen wieder mehr in den Dialog im Kiez gehen, sodass möglichst alle im Bilde sind, was gerade so alles passiert

Das SARS-CoV-2 und unsere Initiative | 06.04.20

Wir waren da, wir sind da, wir werden immer da sein

Auch wenn die Viruspandemie die ganze Welt in ihren Bann gezogen hat, so stehen manche Räder eben niemals still. Denn anders als Kita und Schule werden Bauvorhaben nicht einfach ausgesetzt wegen einer Pandemie. Daher stehen auch unsere Mühlen nicht still.

Wir sehen jedoch aktuell von physischen Treffen ab, um auch unserer Verantwortung die Verbreitung des Virus maximal zu verhindern gerecht zu werden. Wir nutzen also derzeit entweder den Mailverteiler oder aber die seit einiger Zeit existierende Messengergruppe zum Kommunizieren untereinander, sodass alle nach wie vor „up to date“ bleiben können.

Das Viertel „Teltower Vorstadt“ organisiert sogar wöchentliche „Corona-Balkon-Konzerte“, welche von Berufsmusikern aus dem Kiez organisiert und durchgeführt werden. Dabei spielen die Musiker*innen von ihren Balkonen aus Musikstücke (Dauer ca. 4-5 Lieder). Passant*innen und Anwohner*innen können dann von ihren Balkonen aus oder mit Abstand auf der Straße dem Schauspiel lauschen. Manchmal fliegen Seifenblasen durch die Luft oder es wird mitgesungen.

Danke an dieser Stelle für das Engagement der Musiker*innen aus unserem Kiez!


Bauvorhaben vs. Milieuschutz

Es ist unserer Initiative gelungen die Milieuschutzsatzung mehr in die Köpfe der SVV zu bekommen, da sie uns als wichtig(st)es Werkzeug zum Schutze unseres Viertels vorkommt. Wir wollen sicherstellen, dass die Durchmischung, die finanziellen und sozialen Komponenten unseres Kiezes nicht mehr als nötig und so wenig wie möglich durchgewirbelt werden durch den Bau eines „Digital Hub“ nebenan.

Denn wir wohnen direkt gegenüber und müssen mit dem Bauwerk leben, egal, wie es am Ende aussehen und was es genau beinhalten wird. Sicher wäre es uns lieber, wenn festgeschrieben wäre was genau in welchem Ausmaß Platz findet in den RAW-Hallen und dem Neubau.

Was wir nun im Fokus unserer Bemühungen sehen ist die soziale Erhaltungssatzung, die – unabhängig vom Anlass der Initiierung – Schutz für den Kiez bieten soll. Sie soll sicherstellen, dass Bauvorhaben nur dann genehmigt werden, wenn sie unser Viertel nicht zu sehr verändern.

Bleibt alle gesund, haltet Abstand, tragt einen Mund-Nasen-Schutz!

News zum freiLand | 15.03.20

FB Beitrag vom freiLand zu aktuellen Aktionen/Veranstaltungen/… Absagen und bitte um solidarische, rationale Verhaltensweisen.

Daher entfallen u.a. gerade unsere Treffen vor Ort. Absprachen erfolgen vorerst digital per Mailverteiler.

Es muss jetzt u.a. darum gehen, uns solidarisch um Risikopersonen zu kümmern. (…) Unsere Solidarität muss jetzt zudem allen gelten, die in dieser Situation im Gesundheitswesen arbeiten.

Quelle des freiLands FB-Beitrag, Hauptquelle größtenteils JustPasteIt

Treffen | 08.03.20

Heute ging es in etwas größerer Runde um die Planung der weiteren Gespräche und Schritte, u.a.:

  • Terminanfrage Frau Meier
    (Beigeordnete des Geschäftsbereiches Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit)
  • Bürgersprechstunde 19.03.
  • Gespräch Herr Nauheimer
    (Geschäftsführer The RAW Potsdam GmbH)
  • Feedback zum offenen Brief
  • weitere Schritte
  • Informationen zum europaweiten housing action day 28.03.
  • weitere Überlegungen
  • Einladung an Vertreter*in der brandenburgischen Architektenkammer

Nächstes Treffen ist dann am 15.03.2020, 17.00 Uhr im freiLand.

TREFFEN ENTFÄLLT.

Treffen | 01.03.20

Auch heute haben wir uns getroffen um das weitere Vorgehen der Initiative zu besprechen, dabei lag der Fokus auf:

  • der (1) Fertigstellung unseres geplanten offenen Briefes,
  • dem (2) Termin mit politisch relevanten Personen, sowie
  • einer (3) Anfrage in der Brügersprechstunde im März

Außerdem wurde auf die Veranstaltung „Planungswerkstätten zum Stadtentwicklungskonzept“ aufmerksam gemacht, welche für den Bereich Teltower Vorstadt (hier: Beiderseits der Nuthe) am 18.03.2020 von 17-20 Uhr im Bürgerhaus Schlaatz stattfindet (weitere Informationen).

Das nächste Treffen findet wie gewohnt im Wochenzyklus statt, somit am 08.03.2020, 17.00 Uhr, freiLand.

Der schönste Standort für kluge Köpfe – Informationsverantaltung | 20.02.20

Einleitung

Ein Vortrag des „regionales Wachstum-Teams“ unter Herrn Stefan Frerichs (Leiter Wirtschaftsförderung) vom 20.02.2020 (VHS Potsdam, Raum 2-09) soll informieren welche Baustellen zur Wirtschaftsförderung derzeit in Potsdam laufen: u.a. Science Park (Golm), Medienstadt (Babelsberg), RAWGelände (Teltower Vorstadt) und der Telegrafenberg.

Standortfaktoren

Zunächst wurde differenziert zwischen (1) individuellen und (2) rechtlichen Standortfaktoren: (zu 1) Inhalt des Projektes, Budget, Lage, Ausstattung, (zu 2) Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Baugenehmigungen, weitere Satzungen und Spezialgesetze

In der WirtschaftsWoche belegt Potsdam unter den 71 größten kreisfreien Städten das vordere Drittel (1. Platz u.a.: Lebensqualität, Wohnungsneubau)

Herr Frerichs

Markenkerne

Potsdam besitzt, so Frerichs weiter, 3 Markenkerne, die die Lebensqualität erhöhen und maßgeblich definieren:

  1. UNESCO Weltkulturerbe Geschichte (Schlösser und Gärten, z.B. Sanssouci)
  2. Wissenschaft ( zwei Universitäten und 40 weitere Forschungseinrichtungen)
  3. Filmpark Babelsberg (Universotät Potsdam und Filmuniversität Babelsberg)

3 von 6 Wirtschaft-Cluster

Daher läge der Fokus der Wirtschaftskraft auf den drei Clustern (1) Tourismus, (2) Gesundheitswirtschaft und (3) Informations- und Kommunikationstechnik (kurz: IKT), Bereich Medien-/Kreativwirtschaft (Film/Medien und IT/Software)

Exkurs: Media Tech Hub Potsdam

Seit sich Potsdam 2016 waghalsig bei der de:hub Initiative des BMWi als eines von insgesamt zwölf Digital Hubs in Deutschland beworben hat, hat sich einiges getan: Potsdam ist seit 2017 Deutschlands EINZIGSTES Media Tech Hub – d.h. ein Digital Hub mit Fokus ausschließlich auf Medientechnologie (Artikel 2018: PNN).

Das RAW-Gelände (B-Plan 36)

Zum RAW-Gelände gab es auch einige Neuigkeiten, so z.B., dass das IKT-Zentrum (IT, Software) dort bereits 2021 in Betrieb gehen könnte. Klar war von Beginn an, dass an diesem Standort kein reiner Supermarkt gebaut werden würde, sondern die Gewerbefläche nahe des Hauptbahnhofs auch als solche genutzt werden sollte.

[Bei der Nutzung] sind wir stur geblieben.

Herr Frerichs

Herr Frerichs merkte an, dass es viel Aufmerksamkeit mit sich zog, die mehr oder weniger kritischer Natur war. Diese kam sowohl vom Gestaltungsrat als auch diversen anderen Gremien und natürlich der Anwohnerschaft.

Es war sofort klar, dass es klappt.

(sinngemäß) Herr Frerichs

Mittlerweise ist dort ein IT-Zentrum geplant, welches nahe Berlin (internationaler IT-Gründer-Boom) großes Ansehen geniesen dürfte. Bestehen soll es aus den denkmalgeschützten RAW-Hallen (genau genommen ist der Blick von den Gleisen auf die Hallen denkmalgeschützt) und einem mordernen Neubau (Frontbau und langer Riegel). Auf dem Gelände sind neben den Büroräumen auch eine „Muckibude“, Vortragsräume und ein Supermarkt angedacht. Somit könnte das Gelände als „Innovationlab“ für Firmenzentralen dienen, anstatt nur Zweigstellen nach Potsdam zu locken.

Es handelt sich hierbei um ein paralleles Verfahren, wodurch bereits ein Bauantrag für vorbereitende Maßnahmen (Baufeldberäumung, Bodensanierung, …) positiv beschieden wurde. Ziel sei es den Durchführungsvertrag (= städtebaulicher Vertrag) zu Mai, spätestens jedoch Juni, an die Stadtverordnetenversammlung (SVV) zu bringen, welche ihn dann voraussichtlich für Korrekturen an die Fachausschüsse reichen. Dies kann über eine erste Lesung hinaus gehen und mehrere Zyklen durchlaufen, gerechnet wird mit einer Verweildauer von etwa 1-3 Monaten, sodass nach finaler Annahme durch die SVV im Herbst mit dem Bau der Neubauten begonnen werden könne (Dauer ca. zwei Jahre).