Tag der offenen Gesellschaft | 15.06.2019

Am 15. Juni 2019 lädt die Anwohner*innen Initiative Teltower Vorstadt zwischen 10:00 und 13:00 Uhr zum gemütlich Nachbarschaftsfrühstück in die Teltower Vorstadt ein. Treffpunkt ist die Kreuzung Schlaatzstraße-Schlaatzweg – ihr könnt uns nicht verfehlen.

Netzwerken – das A und o

Das Ganze natürlich nicht ohne Grund:
es ist Tag der offenen Gesellschaft und wir wollen diesen nutzen um mit Hinz und Kunz ins Gespräch zu kommen!
Unsere Idee: ein Nachbarschaftsfrühstück zu dem jeder eingeladen ist, mit Brötchen, Kaffee, Kuchen und vielen Naschereien. Dabei ganz gemütlich und entspannt über Gott und die Welt philosophieren und natürlich auch über unser Anliegen informieren und so das ein oder andere neue Gesicht kennenlernen und sich vernetzen.

(Bild folgt)

Schlaatzstr. 17, 14473 Potsdam, 10:00-13:00
Tisch von AnwohnerInnen Initiative Teltower Vorstadt
Wir laden ein zum Stadtteilfrühstück. Diskutieren wir gemeinsam die Zukunft unseres Kiezes, gestalten wir gemeinsam unseren Kiez. Gegen Luxussanierung und Verdrängung, für einen Kiez für Alle. Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Schlaatzstraße Ecke Schlaatzweg. Bringt mit, was immer ihr frühstücken wollt.

TdoG 2019 (Filter 14473)

Wer Lust hat vorbei zu kommen und sich kurz zu setzen ist herzlich eingeladen!

Treffen | 05.06.2019

Wie immer finden die Treffen in freiLand gleich in unserem Kiez statt, meist im Außenbereich bei gutem Wetter, sodass jeder sofort dazu stoßen kann, wenn ihm danach ist.

Zusammenfassung Hauptausschuss

Bei dem gestrigen Treffen wurden die Erfahrungen des Vortrags auf dem Hauptausschusses reflektiert, sodass klar wurde wie weitere Beiträge von unserer Initiative in Wortwahl und Satzbau gestaltet werden sollten.

Klar wurde auch, dass eine Einwohner*innenversammlung (EV) bis zum 15.11.2019 stattfinden soll – dies hat nun oberste Priorität im weiteren Vorgehen.

weiteres vorgehen

Um für die EV einen guten Überblick zu erhalten (was ist bisher seitens des Investors und der Verwaltung geschehen?), überlegen wir, eine Akteneinsicht zu beantragen.
Hierfür wollen wir gegebenenfalls den AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Universität Potsdam (UP) um Hilfestellung bitten.

Außerdem wollen wir bei Mitmachen e.V. und deren WerkStadt für Beteiligung anfragen, um uns die wichtigsten Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer EV erklären zu lassen.

Zu überlegen ist auch, ob ein Gespräch mit Dr. Andrej Holm sinnvoll ist, um sich Informationen aus Sicht der Stadt- und Regionalsoziologie, sowie des ehemaligen Staatssekretärs Wohnen anzuhören und neuen Input zu generieren.

Am 15.06.2019 ist Tag der offenen Gesellschaft, zu dessen Anlass wir einen „Stand“ angemeldet haben. Wir wollen den Rahmen des Tages nutzen um uns mit Hinz und Kunz über Gott und die Welt zu unterhalten und unsere Ideen weiterzugeben. Dafür wollen wir eine Art Stadtteilfrühstück/-bruch initiieren, zu dem jeder – egal ob Anwohner*in oder Passant*in – dazu stoßen kann.

Am 17.06.2019 wollen wir uns außerdem noch mit der Partei die aNDERE treffen um einen Ideenaustausch anzustoßen und Meinungen auszutauschen.

Unser Stand zum Flomarkt im Freiland

Heute von 13:00 bis 17:30 Uhr haben wir bei bestem Wetter an einem kleinen Tisch mit Keksen Besucher des Flomarkts im Freiland empfangen. Neben Holger von http://potsdam-stadtfueralle.de haben wir dort Herrn Nauheimer, Geschäftsführer der RAW Potsdam GmbH, sowie Pete Heuer (SPD), Uwe Föhlich (Grüne) und jede Menge neugierige Besucher des Flomarkts getroffen.

Tisch der Initiative auf dem Solimarkt im Freiland
Unser Tisch auf dem Solimarkt

Am Tisch konnten wir jede Menge Gedanken austauschen, vor allem in Bezug auf unseren noch recht frischen offenen Brief. Bezüglich unserer Mitwirkung an der Entwicklung des RAW Geländes gab es unterschiedliche Meinungen: Herr Heuer vertritt die Position, dass dies Sache des Investors ist, während Herr Frölich den Eindruck hinterlassen hat, dass die Anwohner mit Hilfe der Stadtverordnetenversammlung durch Auflagen sehr wohl mitgestalten können. Einigkeit herrschte beim Thema Milieuschutz. Hier haben wir von allen Seiten Zustimmung bekommen, dass die Anwohner mit geeigneten Maßnahmen vor Luxussanierungen und Verdrängung geschützt werden müssen. Zum Thema Verkehr sind bereits Gutachten geplant. Der Investor bleibt auch weiterhin anonym.

Zwischendurch gab es wie zu erwarten politische Diskussionen in der Sitzecke hinter unserem Tisch. Dabei drehte es sich sowohl um unseren kleinen Kiez als auch um die ganze Stadt Potsdam. Vorne am Tisch haben wir währenddessen neugierigen Flohmarkt-Besuchern die Intiative und unseren offenen Brief vorgestellt. Alles in allem ein paar Stunden mit konsturktiven Anregungen und interssanten Einblicken. Vielen Dank an alle Besucher! Es wird sicher nicht unser letzter Tisch gewesen sein… 🙂

RAW-Bebauung: Anwohner*innen fordern Milieuschutz in offenem Brief

Offener Brief zur Zukunft der Teltower Vorstadt

Er persönlich werde dafür sorgen, „… dass wir Potsdamerinnen und Potsdamer das Tempo des Wachstums bestimmen und nicht die Investoren“, schreibt OB Mike Schubert auf seiner Homepage. Dennoch konnte ein anonymer Investor ein beschleunigtes Bauverfahren für das ehemalige RAW-Gelände durchsetzen. Die Anwohner*innen bleiben außen vor. Wir, die frisch gegründete Anwohner*Innen-Initiative Teltower Vorstadt, fordern OB Schubert auf, Wort zu halten.

Natürlich wünscht sich ebenfalls die Nachbarschaft, dass das verfallene Gelände entwickelt wird. Auch wir Anwohner*innen wollen, dass Potsdam eine attraktive Stadt ist und bleibt. Doch die Pläne, die Stadt und RAW GmbH im April präsentierten, werden, so fürchten wir, zu einer weiteren Erhöhung der Mieten und Grundpreise in der Teltower Vorstadt führen. Die Stadt hat bisher kein Konzept vorgelegt, das auf diese Probleme eingeht. Das vom anonymen Investor durchgesetzte beschleunigte Bauverfahren verhindert zudem die weitere Beteiligung der Anwohner*innen. Allein, dass der Investor aus sich ein solches Geheimnis macht, wie bereits mehrere Medien berichteten, ist dubios.

Den Plänen fehlt ein Verkehrskonzept, das den angeblich 1400 entstehenden Arbeitsplätzen gerecht wird. Uns ist darüber hinaus nicht klar, wie so viele Arbeitsplätze im IT-Bereich besetzt werden können – zumal in Potsdam am Griebnitzsee, in Golm sowie am Jungfernsee weitere IT-Zentren entstehen und ausgebaut werden. Uns fehlen Ideen, wie mit einem eventuellen Scheitern des Projekts umgegangen werden soll, ohne Steuerzahler*innen zu belasten.

In unserem offenen Brief, der unter anderem dem Oberbürgermeister und der Stadtverordnetenversammlung zugegangen ist, fordern wir:

  • Beziehen Sie uns, die Nachbarschaft, in einem offenen Dialog in die Planungen ein.
  • Gewährleisten Sie den Milieuschutz für das umliegende Gebiet, um eine gute und gewachsene soziale Mischung im Quartier zu erhalten.
  • Halten Sie Ihr Wort, dass die Potsdamerinnen und Potsdamer das Tempo des Wachstums bestimmen werden.
  • Entwickeln Sie ein Verkehrskonzept, um mit der geplanten Mehrbelastung umzugehen.
  • Prüfen Sie das Projekt und dessen Umfang, und sorgen Sie dafür, dass der Investor im Falle des Scheiterns keine Bauruine hinterlässt, die durch Steuergelder beseitig werden muss.

Rolf Kriete und Reiko Käske

im Namen der Anwohner*innen-Initiative Teltower Vorstadt