Tag der Nachbarn 20.05. | 18.05.

Liebe Nachbarschaft,

alle Jahre wieder findet in der Woche um den 29.05. („Tag der Nachbarschaft“) der TAG DER NACHBARN von der nebenan.de-Stiftung statt; heuer soll es Freitag, der 20.05.2022 sein.

Logo von nebenan.de

Was macht man an diesem Tag? Nun, im ganzen Staadtgebiet sind Aktionen geplant, die von der Nachbarschaft organisiert für und mit der Nachbarschaft umgesetzt werden sollen.
Das kann eine Pflanzaktion sein, Müllsammeln, ein sogenanntes Mapping (z.B. in einem Stadtteil notieren, wie rollstuhlgerecht die Straßen und Gehwege sind), oder eben ein simples Zusammenkommen.


Die Anwohner*innen-Initiative Teltower Vorstadt hat sich überlegt auch ein Event einzustellen:

Grafik von der Webpage nebenan.de

Chillaxen mit der Nachbarschaft

Von ca. 17-22 Uhr könnt ihr ungezwungen mit uns uns anderen im Hinterhof von Schlaatzstraße und Kurze Straße (Zugang Höhe Schlaatzstr. 12, 14473 Potsdam) bei einem unorganisierten Picknick auf der Wiese flanieren und sinieren. Begrenzte Anzahl Bänke sind vorhanden und auch ein Kinderspielplatz mit Tischtennisplatte lädt zum Spaß haben ein.

Wer wir sind: wir sind Nachbar*innen wie ihr und engagieren uns seit 2019 für den Kiez Teltower Vorstadt um die Schlaatzstraße herum seit die Diskussionen um das RAW-Gelände heiß wurden.

wir freuen uns auf euch!


Solltet ihr generell schauen wollen, was noch so auf euch wartet, dann schaut doch hier auf der Standortkarte nach: LINK

Austausch zur Schlaatzstr. 7 | 18.11.

Netterweise konnten wir uns am 18.11.2021 mit einigen Anwohner*innen der Schlaatzstraße zu den aktuellen Geschehnissen in der Schlaatzstraße 7 unterhalten. Dieses Eckhaus mit zwei Eingängen ist ein Zeugnis dessen, dass Verdrängung bereits existiert, wenngleich aus scheinbar anderen Motiven als dem entstehnden RAW-Großprojekt.

Zum jetzigen Zeitpunkt stehen mehrere Wohnungen leer und werden laut Vermieterangaben – Herr dietrich und Herr von Kenne – an Eigenbedarf vermietet. Hier fällt auf, dass bei manchen Objekten sich die beiden Parteien nicht einig sind, wer eigentlich zuständig ist und, dass z.T. die Ehefrau bzw. die Anwältin Mieter*in sind.

Betroffen sind insgesamt 11 Personen, davon vier Wohnungsgemeinschaften, die per Aufhebungsvertrag und Fristsetzung verdrängt wurden.
2018 sind zudem im Innenhof zwei „Luxusbalkone“ – im Vergleich zum Objektzustand allgemein, also keine Dämmung und Isolierung, Sanirerungsbedarf – angebaut worden.

Aus dem aktuellen Verhalten der beiden Vermieterparteien wird leider nicht ersichtlich was deren langfristiges Ziel ist. Wollen sie durch Vermietung an Eigenbedarf (Familie, Freunde, Bekannte) die Immobilie frei halten für lukrativere Zeiten? Wollen sie keine Wohnungsgemeinschaften mehr haben? Wollen sie eine möglichst hohe Fluktuation hervorrufen, um bei Neuvermietungen die Mietpreise anheben zu können?

Klar ist – dieses Verhalten führ zu Verdrängung der eingesessenen Anwohnerschaft, zum Teil der jungen und kreativen Menschen.

hintergrund

Früher, so ein*e Anwohner*in, stand jeder aus der Wohnungsgemeinschaft im unbefristeten Mietvertrag; heute wird der Mietvertrag auf max. 3 Jahre befristet und, wenn

(1) dann früher eine Person ausziehen wollte, wurde für den/die Nachzügler*in ein Ergänzungsvertrag aufgesetzt.

(2) jetzt eine Person ausziehen will, dann wird allen gekündigt und jede*r vor die Wahl gestellt direkt auszuziehen, oder einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, der wiederum eine individuelle Gnadenfrist gewährt

r.i.p.

„Rest in peace“ ist eine gute Beschreibung dessen, wie sich die zum Teil ehem. Anwohner*innen fühlen:

  • Enttäuschung wegen politischem Versagen der Stadt
  • allein gelassen werden im eigenen Kampf um das Grundrecht Wohnen
  • Potsdam als Kurort für Reiche
  • Unsicherheit, wohin man dann kann, wenn die Wohnung weg ist – Wohnungsmarkt
  • Potsdam verliert an Lebensqualität wenn die bunten Kieze aussterben
  • Hausgemeinschaften werden zerrissen und Netzwerke zerstört